Wann Software die richtige Wahl ist

  • Dateien wurden versehentlich gelöscht (auch aus dem Papierkorb)
  • Ein Laufwerk oder eine Speicherkarte wurde versehentlich formatiert
  • Datenverlust nach einem Systemabsturz oder fehlerhaften Update
  • Die Partition ist beschädigt oder nicht mehr lesbar, das Laufwerk wird vom System aber noch erkannt
  • Das Speichermedium läuft grundsätzlich noch normal, ohne ungewöhnliche Geräusche oder Fehlermeldungen zur Hardware

Wann nur ein Labor hilft

  • Die Festplatte macht klickende, schleifende oder klackernde Geräusche
  • Das Gerät hatte einen Wasserschaden oder wurde stark durchnässt
  • Das Speichermedium ist heruntergefallen oder wurde stark erschüttert
  • Bauteile sind sichtbar verbogen, verbrannt oder es gab einen Kurzschluss (z. B. nach einem Blitzschlag)
  • Ein RAID-System, NAS oder Server-Verbund ist betroffen und mehrere Platten sind involviert
  • Das Laufwerk wird vom System gar nicht mehr oder nur fehlerhaft erkannt

Kostenvergleich (grobe Orientierung)

Software-Lösungen liegen meist im Bereich von 50 bis 150 Euro als einmalige Lizenzkosten (Beispiel Recoverit, siehe unser Test). Professionelle Labore berechnen je nach Schadensart und Aufwand oft deutlich mehr – üblich sind hier laut Branchenerfahrung grob 200 bis über 2.000 Euro, abhängig davon, wie komplex die Reparatur oder Rekonstruktion ist. Diese Spanne kann je nach Anbieter und Einzelfall stark variieren und ist keine verbindliche Preisangabe. Seriöse Labore bieten deshalb vorab eine Diagnose und einen kostenlosen Kostenvoranschlag an, bevor verbindliche Kosten entstehen – erst danach entscheiden Sie, ob Sie den Auftrag erteilen.

Worauf bei der Wahl eines Labors achten

  • Kostenvoranschlag vor der Beauftragung einholen und schriftlich bestätigen lassen
  • Viele Labore arbeiten nach dem Prinzip "No Data, No Charge" – im Erfolgsfall keine oder nur eine Grundgebühr
  • Erfahrung des Labors mit dem konkreten Schadensfall prüfen (z. B. RAID, SSD, wasser- oder feuergeschädigte Medien)
  • Auf Datenschutz und Vertraulichkeit im Umgang mit den Daten achten, insbesondere bei sensiblen oder geschäftlichen Inhalten

Häufige Fragen

Bei rein logischen Fehlern wie versehentlichem Löschen ist das meist unproblematisch. Bei Verdacht auf einen physischen Defekt sollten Sie jedoch vorsichtig sein: Wiederholte Lese- und Schreibversuche mit Software können den Schaden verschlimmern und eine spätere professionelle Rettung erschweren oder unmöglich machen.

Ein wichtiges Indiz ist, ob das Laufwerk vom Betriebssystem noch normal erkannt wird und keine ungewöhnlichen Geräusche macht. Ist das der Fall, handelt es sich häufig um einen logischen Fehler. Ungewöhnliche Geräusche, fehlende Erkennung oder ein vorausgegangener Sturz- oder Wasserschaden deuten dagegen auf ein physisches Problem hin, bei dem Software nicht weiterhilft.

Das hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Viele Labore arbeiten nach dem Prinzip "No Data, No Charge", bei dem im Misserfolgsfall keine oder nur eine geringe Grundgebühr anfällt. Klären Sie diesen Punkt vor der Beauftragung ab und lassen Sie sich die Konditionen schriftlich bestätigen.